Deutsche Version
Grenzüberschreitungen, Übergriffigkeit und Diskriminierung werden nicht toleriert, unabhängig von der Absicht.
Ziel ist es, dass sich alle Menschen auf dem CSD so wohl und sicher wie möglich fühlen, unabhängig von Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe, Herkunft, Aussehen und körperlichen Fähigkeiten.
Nur Ja heißt Ja
Respektiere individuelle Grenzen. Handle nach dem Konsensprinzip.
Kollektive Verantwortung
Wir alle tragen dazu bei, wie sicher und angenehm der gemeinsame Raum ist. Achte auf dein Umfeld.
Rücksicht beim Konsum
Gehe zum Rauchen/Konsumieren an den Rand und checke kurz mit deinen Mitmenschen ein.
Shirt anlassen
Wir bitten alle darum, das Oberteil anzulassen. Beachte das bei deinem Outfit.
Erreichbarkeit auf dem CSD
- 6 Awareness-Personen in lila Westen sind in Zweier-Teams auf dem CSD unterwegs
- sprich uns an bei übergriffigem, grenzüberschreitendem oder diskriminierendem Verhalten und bei Unklarheiten an
- wenn du die Awareness-Personen nicht findest, kontaktiere Ordner*innen oder die Orga
- wir haben Listen mit Beratungsstellen und helfen bei Anschluss-Begleitungen
- am Ende des Demozug und bei den Kundgebungen ist das Awareness-Auto mit Snacks, Wasser und Hilfsmitteln
- bis zu vier Wochen nach der Veranstaltung kannst du Feedback an die Awareness-Leitung senden
Version in einfacher Sprache
Der CSD in Brandenburg an der Havel am 18.07.2026
Beim CSD ist uns eine gute Gemeinschaft wichtig. Wir helfen uns. Wir halten zusammen. Wir sind respektvoll miteinander. Wir sind für Chancen·gleichheit. Jeder Mensch soll sich bei uns sicher fühlen und gerne kommen. Dafür sind wir alle beim CSD mit·verantwortlich.
Der CSD ist der richtige Ort für dich,
- wenn du unseren Code of Conduct gut findest und
- wenn du dich an diese Regeln halten willst.
Mit Respekt miteinander reden
Sei freundlich in deiner Sprache. Hab‘ Geduld und Respekt mit den anderen. Lass andere Menschen ausreden und höre gut zu. Jeder Mensch hat andere Grenzen. Überschreite diese Grenzen nicht.
Das geht gar nicht beim CSD:
- Gewalt, im Tun oder in der Sprache
- Diskriminierung oder andere Belästigungen (auch wenn es ein Witz sein soll oder wenn jemand Alkohol getrunken hat)
Beispiele für eine Diskriminierung: Menschen schlecht behandeln, weil sie eine andere Haut·farbe oder Religion haben oder eine Frau sind, Ablehnen von Menschen mit einem anderen Bild von Sexualität oder Geschlecht (z.B. homo·sexuell, queer oder trans), gemeine Dinge sagen zu Menschen mit einer anderen Religion oder einer Behinderung, zu alten, armen oder dicken Menschen.
Nur Ja heißt Ja! Und Nein heißt Nein!
Alles, was beide Menschen beim Reden oder beim Tun ok finden, ist in Ordnung. Das Wort dafür ist Konsens·prinzip. Pass auf, ob der andere Mensch auch wirklich mit dir sprechen oder mit dir zusammen sein will. Wenn du dir nicht sicher bist, frage lieber nach. Das gilt besonders bei schwierigen Themen. Zum Beispiel, wenn es um den Körper geht. Auch hier ist Respekt wichtig: Gib acht auf die Grenzen von anderen Menschen. Aber auch auf deine eigenen Grenzen. Ein „Nein“ braucht keinen Grund!
Ein echtes No-go: Rassismus.
Wir finden: Rassismus geht gar nicht. Wir setzen uns dafür ein, dass es keinen Rassismus gibt. Manchmal merkt man den eigenen Rassismus nicht. Wir sagen etwas und meinen es nicht rassistisch. Es kann aber trotzdem rassistisch sein. Deshalb ist es wichtig: Hör zu, wenn dich jemand rassistisch findet. Sei kritisch mit dir selbst. Rassismus ist schlecht für uns alle!
Beispiele für Rassismus: andere Menschen fragen, aus welchem Land sie kommen, weil sie nicht weiß sind, die Haare von schwarzen Menschen einfach anfassen, Bemerkungen machen über die Haut·farbe, das Herkunfts·land oder über Symbole für die Religion.
Wie jemand aussieht, sagt nichts über das Geschlecht.
Jeder Mensch hat ein Recht auf sein ganz persönliches Bild vom eigenen Geschlecht. Auch hier ist Respekt wichtig. Manchmal sieht jemand aus wie eine Frau und findet aber: Ich bin ein Mann. Das Wort dafür ist Geschlechter·identität. Am besten fragst du andere Menschen: „Wie soll ich dich ansprechen?“ Das kann zum Beispiel sein: Mit Frau, Herr oder nur mit dem Namen.
Beispiele für Geschlechter·diskriminierung: andere Menschen falsch ansprechen, Witze machen über das Bild vom eigenen Geschlecht oder persönliche Fragen dazu stellen.
Kein Platz für Sexismus.
Sexismus hat viele Gesichter. Achte auf Gleich·berechtigung! Das heißt: Behandle alle Menschen gleich, egal welches Geschlecht sie haben. Wir wollen keine alten Rollen·bilder.
Beispiele für alte Rollen·bilder: Frauen müssen mit den Kindern zu Hause bleiben, der Mann verdient das Geld für die Familie, Frauen sind schwach, Männer können besser Auto fahren. Frage dich selbst: Rede ich mit einer Frau genauso respekt·voll wie mit einem Mann?
Beispiele für Sexismus: eine Frau oft nach ihrer Telefon·nummer fragen, große Kraft von einem Mann erwarten oder eine Frau in ihrem Tun nicht ernst nehmen.
Ein Beispiel dafür: Ein Mann gibt einer Frau Tipps bei der Arbeit. Die Frau hat aber nicht nach den Tipps gefragt. Das englische Wort dafür ist Mansplaining.
Beim CSD sind alle gleich (viel wert)
Unsere Welt ist leider sozial ungerecht. Einige Menschen haben mehr Geld als andere. Wir beim CSD möchten einen Menschen nicht nach seiner sozialen Klasse einteilen. Das Wort dafür ist Klassismus. Egal, ob arm oder reich: Wir behandeln uns gegen·seitig mit Respekt.
Beispiele für Klassismus: Menschen die Schuld für ihre eigene Armut geben, „Du“ zu Menschen in niedrigen Jobs sagen oder glauben, sie sind ohne Bildung.
Alle sollen mitmachen können.
In unserer Gesellschaft gibt es ein Bild, wie ein gesunder Mensch sein soll. Wir finden dieses Bild nicht gut. Alle Menschen sind ok so, wie sie sind. Mit oder ohne Behinderung. Das kann körperlich, geistig oder seelisch sein. Jeder Mensch kann Dinge gut oder nicht so gut. Schau dir einen Menschen nicht nach seiner Behinderung an. Nimm den Menschen so an, wie er ist.
Die Diskriminierung von behinderten Menschen heißt Ableismus.
Beispiele dafür sind: das Wort “behindert” als Beleidigung verwenden, jemanden anstarren, private Fragen nach der Krankheit oder nach der Sexualität oder glauben, der andere Mensch braucht Hilfe.
Kritik ist möglich.
Wir alle machen Fehler. Wenn ein Mensch wen anderen diskriminiert, darf man auch etwas sagen. Wenn dir jemand anderer etwas Kritisches sagt, sei offen und höre zu. So können wir gemeinsam lernen, wie wir ohne Diskriminierung leben. Bitte sprich mit uns, wenn du ein Problem mit einer Kritik hast.
Das passiert bei Diskriminierung:
Bei Diskriminierung reden wir darüber mit der betroffenen Person und mit der Person, die sich diskriminierend verhalten hat. Ziel ist es, dass sich die betroffene Person wieder sicher und wohl fühlt.
Wir sind für euch da
Bitte rede mit uns, wenn du eine Diskriminierung erlebst oder siehst. Frage nach dem Awareness-Team oder schreibe uns eine Mail an: awareness.csdbrandenburg2026@gmx.de
Wir hören zu und helfen dir.
Du bist selbst betroffen? Du bist nie schuld daran und du musst uns nichts erklären. Manchmal weiß man selbst nicht genau, warum eine Situation un·angenehm ist. Dann sind wir auch für dich da. Was du uns erzählst, das sagen wir nicht weiter. Wir finden gemeinsam eine gute Lösung.
Wir lernen gemeinsam
Wir alle haben Vor·urteile. Wir alle machen Fehler. Diese Regeln sehen wir uns immer wieder an. Sprich mit uns, wenn du eine Frage zu diesen Regeln hast. Oder eine Idee für eine Änderung.
Englische Version
Crossing boundaries, inappropriate behavior, and discrimination will not be tolerated, regardless of intent.
The purpose is for everyone at the CSD to feel as comfortable and safe as possible, regardless of gender, sexual orientation, skin color, background, appearance, or physical abilities.
Yes means yes
Respect individual boundaries. Act in accordance with the principle of consensus.
Collective Responsibiliy
We all play a part in making our shared space safe and pleasant. Be mindful of your surroundings.
Conscious Consumption
Go to the side to smoke or use drugs, and briefly check in with the people around you.
Leave the shirt on
We ask everyone to keep their tops on. Please keep this in mind when choosing your outfit.
Accessibility at the CSD
- six awareness staff members wearing purple vests are out and about at the CSD in teams of two
- please contact us if you experience inappropriate, offensive, or discriminatory behavior, or if you have any questions.
- if you can’t find the awareness staff, contact the ushers or the organizers
- we have lists of counseling centers and can help with follow-up support
- at the end of the demonstration march and at the rallies, the awareness car is there with snacks, water, and supplies
- you can send feedback to the awareness administration up to four weeks after the event


