Unser Besuch beim 4. CSD Oberhavel
Hello fellow Queers and Friends,
Gestern war ich (Sophie) für Havel der Vielfalt beim 4. CSD Oberhavel, der das erste Mal in Hennigsdorf stattfand. Gemeinsam mit ca. 500 weiteren Personen haben wir für mehr Sichtbarkeit und Toleranz für Queerness demonstriert. Die Stimmung war trotz grauem Himmel und einer 13-köpfigen Gegendemo sehr ausgelassen und stark. Und zur Abschlusskundgebung kam dann doch endlich die Sonne raus!
Die Abschlusskundgebung wurde eröffnet und moderiert von Sebastian Friedrich. Die Redeblöcke, bei denen unter anderem die Orga selbst, Queerbeauftragte Sophie Koch, Sarah Staeck für das MAGSZ oder auch die stellvertretende Bürgermeisterin Hennigsdorfs gesprochen haben, wurden durch Musikacts aufgelockert. Es haben MaLou und In Company gespielt und den krönenden Abschluss haben The Toten Crackhuren im Kofferraum gebracht.
Auch gab es eine große Auswahl an Ständen, unter anderem zahlreicher Parteien, Schöner Leben ohne Nazis oder unseren Freund*innen vom CSD Uckermark e.V.. Ich bin jedenfalls nicht ohne Austausch und mit neuen Inspos für unsere Vereinsgründung nach Hause gegangen. Außerdem durfte ich in Vertretung für die Landeskoordinierungsstelle Queeres Brandenburg eine Rede halten. Super aufregend, zum ersten Mal auf so einer großen Bühne zu stehen. Die Rede könnt ihr wieder nach der kleinen Bildergalerie lesen!
Danke an die Orga: Es war eine wundervolle Pride und ich freue mich auf nächstes Jahr! Schließt euch gerne an.
Das war gestern im Übrigen nicht die einzige Pride: auch Dylan und Oscar sind auf zwei weitere Prides gefahren und haben viel zu erzählen. Stay tuned!





















Liebe Community, liebe Unterstützer*innen,
Ich bin Sophie, hauptverantwortliches Mitglied der Initiative “Havel der Vielfalt” in der nicht allzu weit entfernten Stadt Brandenburg an der Havel. Gemeinsam besuchen wir möglichst viele CSDs in Brandenburg, Berlin und Teilen Sachsen-Anhalts, um diese zu supporten und Freundschaften mit den Orgas zu schließen. Und heute wird mir die Ehre zuteil, ein paar Worte in Vertretung für die Landeskoordinierungsstelle “Queeres Brandenburg” sagen zu dürfen.
Am heutigen Tage finden alleine mindestens sechs Veranstaltungen für die queere Community im Land Brandenburg statt. Davon sind drei von ihnen Pride-Veranstaltungen. Hier nördlich von Berlin in Hennigsdorf ist die eine, südlich von Berlin zwei: in Bad Belzig und in Jüterbog! Lassen wir mal ein paar solidarische Grüße da!
Bei “Havel der Vielfalt” sind wir bestrebt, möglichst viele Veranstaltungen zu supporten, aber heute fällt uns das schon sehr schwer. Dennoch sind wir auch begeistert, denn: die Anzahl der queeren Veranstaltungen steigt. Wir haben auch mit mehr als 25 Pride-Veranstaltungen einen Rekord für Brandenburg gebrochen, das sind so viele wie noch nie! Auch haben sich immer mehr neue queere Vereine gegründet, einen Neuzugang haben wir auch mit dem CSD Uckermark e.V. hier am Start. Vereine, die nicht nur mindestens einen CSD organisieren und mit Ständen, Redebeiträgen oder Reisegruppen supporten, sondern auch wichtige Bildungs- und Beratungsarbeit vor allem im ländlichen Raum leisten. Eine solche Vereinsgründung steht auch uns bevor. Denn wir wissen, Sichtbarkeit ist wichtig.
Machen wir mal einen kleinen Schritt raus aus Brandenburg: In Sachsen-Anhalt ist die Gefahr groß, dass die Sichtbarkeit eingeschränkt wird, und wie wir seit Beginn der Woche miterleben müssen, holt man auch in der Türkei zu einem weiteren und stärkeren Schlag gegen die queere Community aus. Und dennoch gilt hierzulande die Türkei als sicheres Herkunftsland für queere Menschen. Das können wir nicht gutheißen und sprechen uns solidarisch mit der türkischen queeren Community aus!
Die AKP in der Türkei und die AfD hier haben beide das gleiche Bild vor Augen, wenn es um den Kampf gegen die queere Community geht: Vereine, Lehrpersonen, Pädagog*innen, Aktivist*innen würden das klassische Familienbild infiltrieren und Kinder und Jugendliche indoktrinieren. Dieses Bild führt zu Gewalt in jeglichem Ausmaß.
Auch, wenn all dies hoffnungslos erscheint, einen Lichtblick gibt es allerdings in Ungarn: hier wird die queere Community in das öffentliche Bild wieder integriert, Queers dürfen auch bald Kinder adoptieren. Und generell werden Repressalien gegen ungarische Queers Schritt für Schritt gestrichen.
Deshalb ist es wichtig, zusammenzustehen, uns nicht spalten zu lassen und uns gemeinsam stark zu machen – und zwar für eine vielfältige und bunte Gesellschaft, für die auch schlussendlich der Regenbogen steht. Lassen wir uns unsere Rechte nicht nehmen und lasst uns dafür sorgen, dass das Blau dem Regenbogen erhalten bleibt!
Vielen Dank.


