Gleichstellungsbeauftragte der Technischen Hochschule Brandenburg, Dr. Katarzyna Wojcik

Deutsche Version

Liebe CSD-Freunde, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
liebe Menschen, die heute hier zusammengekommen sind,

ich freue mich sehr, heute mit Ihnen /mit euch gemeinsam hier zu stehen und den Christopher Street Day zu feiern.

Der CSD ist mehr als Musik, Begegnungen und eine sichtbare Feier der Vielfalt.
Der CSD erinnert uns daran, dass Freiheit, Gleichberechtigung und Respekt nicht selbstverständlich sind.

Viele Menschen, die Diskriminierung erfahren haben, die nicht gesehen oder gehört wurden, haben den Weg bereitet, den wir heute weitergehen. Ihnen verdanken wir,
dass mehr Menschen heute offen und selbstbestimmt leben können.

Doch auch wenn wir viel erreicht haben, gibt es weiterhin Herausforderungen. Leider erleben immer noch viele Menschen Ausgrenzung oder Vorurteile. Manche Menschen können nicht überall frei zeigen, wer sie sind. Besonders junge Menschen brauchen Unterstützung, Sicherheit und das Gefühl: „Du bist richtig, so wie du bist“!

Der CSD ist deshalb auch ein Zeichen der Solidarität. Es geht nicht nur darum, für die eigene Freiheit einzustehen, sondern auch füreinander da zu sein. Vielfalt bedeutet, dass unterschiedliche Lebenswege, Erfahrungen und Perspektiven unsere Gesellschaft bereichern.

Eine offene Gesellschaft entsteht nicht von allein. Sie lebt davon, dass wir einander zuhören, respektvoll miteinander umgehen und Verantwortung übernehmen. Jeder und jede Einzelne kann dazu beitragen – im Alltag, am Arbeitsplatz, in der Familie und überall dort, wo Menschen zusammenkommen.

Das sage ich nicht, weil ich mich als Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Technischen Hochschule Brandenburg für die Themen Gleichstellung, Gleichberechtigung, Vielfalt oder Diversity einsetze.

Ich stehe heute hier und spreche zu Ihnen als Mensch, der viele andere Menschen begleitet – sowohl beruflich als auch privat. Menschen, die den Mut haben, ihr Leben sichtbar zu machen und ihre Identität heute zu leben, anstatt auf eine bessere Zukunft zu warten.

Denn die bessere Zukunft ist nicht irgendwann. Die bessere Zukunft ist jetzt.
Vielen Dank.

Englische Version

Dear CSD friends, dear supporters,
dear everyone gathered here today,

I am delighted to stand here with you today to celebrate Christopher Street Day.

CSD is more than just music, social gatherings, and a visible celebration of diversity.
CSD reminds us that freedom, equality, and respect cannot be taken for granted.

Many people who have experienced discrimination – who went unseen or unheard – paved the way for the path we continue to walk today. We owe it to them that more people can now live openly and determine their own lives.

Yet, even though we have achieved a great deal, challenges remain. Sadly, many people still face exclusion or prejudice. Some cannot freely show who they are everywhere they go. Young people, in particular, need support, safety, and the reassurance that “You are exactly right just the way you are!”

That is why CSD is also a symbol of solidarity. It is not just about standing up for one’s own freedom, but also about being there for one another. Diversity means that different life paths, experiences, and perspectives enrich our society.

An open society does not come about on its own. It thrives when we listen to one another, treat each other with respect, and take responsibility. Every single person can contribute to this—in daily life, at work, within the family, and wherever people come together.

I say this not merely because, as the Deputy Equal Opportunities Officer for University of Applied Sciences Brandenburg (Technische Hochschule Brandenburg), I advocate for equality and diversity.

I stand here today speaking to you as a person who walks alongside many others – both professionally and personally. People who have the courage to live their lives openly and embrace their true identities today, rather than waiting for a better future.

For a better future is not something for “someday.” A better future is now.
Thank you very much.