{"id":1537,"date":"2026-07-14T18:01:27","date_gmt":"2026-07-14T17:01:27","guid":{"rendered":"https:\/\/haveldervielfalt.de\/?page_id=1537"},"modified":"2026-07-14T18:01:55","modified_gmt":"2026-07-14T17:01:55","slug":"antifaschistisches-jugendforum-brandenburg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/haveldervielfalt.de\/?page_id=1537","title":{"rendered":"Antifaschistisches Jugendforum Brandenburg"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Deutsche Version<\/h1>\n\n\n\n<p>Hey, ihr Lieben. Erstmal sch\u00f6n, dass ihr alle hier seid. Dieses Jahr wurde der Aktivismus und die generelle Sichtbarkeit von Queers \u00fcberschattet. Wir lesen t\u00e4glich von Krisen und Kriegen und irgendwie h\u00f6ren wir kaum etwas von queeren Menschen. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit Trumps erneuter Pr\u00e4sidentschaft und mit dem voranschreitenden Rechtsruck werden wir weiter aus dem Sichtfeld verdr\u00e4ngt. Firmen schm\u00fccken sich nicht mal mehr alibim\u00e4\u00dfig mit einer Regenbogenflagge zum Pridemonth, weil sie Anfeindungen von Rechts bef\u00fcrchten und auf Trumps Linie bleiben wollen. Daran sehen wir, dass diese \u201eSolidarit\u00e4t\u201c, diese \u201eSichtbarkeit\u201c, welche sie uns dabei vorgespielt haben, nichts als gelogen war. Diese Unternehmen standen nie auf unserer Seite und werden es auch weiterhin nicht tun, genauso wenig wie die Parteien die sich immer als queerfreundlich darstellen wollen, aber am Ende ja doch nichts f\u00fcr uns tun. <\/p>\n\n\n\n<p>Man denke an die CDU, die sich j\u00e4hrlich auf dem Christopher Street Day in Berlin inszenieren will und dann im Bundestag wieder queerfeindliche Politik macht oder Aussagen von Merz wie dass das Parlament \u201ekein Zirkuszelt\u201c sei &#8211; bezogen auf das Hissen der Regenbogenflagge. Den Politiker*innen und ihren Parteien oder den Unternehmen geht es nicht um unsere Sichtbarkeit. Es geht um Prozente und Profite, es geht wie immer um Macht und Geld. Dieses Ph\u00e4nomen k\u00f6nnen wir besonders in diesem Jahr noch in einer anderen Form beobachten. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie eben schon erw\u00e4hnt sind t\u00e4gliche Berichte \u00fcber Krieg f\u00fcr uns wieder Aktualit\u00e4t und damit Debatten \u00fcber die Bundeswehr und verpflichtende Kriegsdienste. Die Bundeswehr versucht kl\u00e4glich Sympathien und Anreize f\u00fcr viele verschiedene Bev\u00f6lkerungsgruppen zu schaffen. \u00dcberall wo wir hinschauen sehen wir ihre Kriegspropaganda, Busse und Stra\u00dfenbahnen sowie deren Haltestellen voll mit Werbung, vor dem n\u00e4chsten Youtube Video oder auch in unseren Briefk\u00e4sten. K\u00fcrzlich auf dem Tag der Bundeswehr oder dem Veteranentag versuchte sie erneut junge Menschen und Kinder von sich zu begeistern und verwiesen dabei auch Kritiker vom Gel\u00e4nde &#8211; Was wurde aus \u201ewir k\u00e4mpfen auch daf\u00fcr, dass du gegen uns sein kannst\u201c?. Immer wieder betonen sie wie bunt und vielf\u00e4ltig die Bundeswehr sei. Auch auf der queeren Jobmesse in Berlin wollten sie ihre Propaganda verbreiten. Dabei geht es der Bundeswehr ja aber offensichtlich nicht um unsere Leben, sonst w\u00fcrden sie uns nicht f\u00fcr den Dienst an der Waffe ausbilden wollen. Die Bundeswehr sucht verzweifelt nach Kanonenfutter, ganz nach Anweisungen unserer Regierung. Deutschlands Armee soll nicht diverser werden, sie soll gr\u00f6\u00dfer werden, Deutschland soll wieder kriegst\u00fcchtig werden und wir sollen wenn wir Pech haben daf\u00fcr unser Leben geben. <\/p>\n\n\n\n<p>All die ganze Anstrengung, damit wir f\u00fcr einen Fleck innerhalb ausgedachter Linien k\u00e4mpfen, der sich nicht f\u00fcr uns interessiert. Aber hey, vielleicht gibts ja bald mal wieder ein Land, das wir in die Demokratie bomben k\u00f6nnen, ist doch gleich viel cooler wenn der Einsatz von einer Frau oder Queers durchgef\u00fchrt wird. Und bis dahin bleiben wir halt Mitt\u00e4ter im V\u00f6lkermord in Gaza. Gut, die sind ja eh alle Queerfeindlich da, und wenn die Queers, die dort komischerweise trotzdem leben von der israelischen Armee &#8211; der IDF- ermordet werden kann man ja zum Gl\u00fcck trotzdem weiter behaupten, dass die IDF eine der fortschrittlichsten und queerfreundlichsten Armeen ist. *ironie off* Es macht keinen Unterschied wie \u201edivers\u201c eine Armee ist, und dass Menschen in Pal\u00e4stina oder sonst wo auf der Welt queerfeindlicher sind als an anderen Orten der Welt, rechtfertigt in keinster Weise, diese, ihre Kinder und den Gro\u00dfteil der zivilen und lebensnotwendigen Infrastruktur dort zu zerbomben. Armeen und auch die Unternehmen wollen uns nicht sch\u00fctzen, sie wollen uns nicht sichtbar machen, weil das das richtige w\u00e4re. Es geht ihnen einzig und allein um Profite. Wenn dein Produkt oder ein Job Queers anspricht ist das halt gute Werbung. <\/p>\n\n\n\n<p>Lasst euch nicht verarschen! Fallt nicht auf ihre geheuchelte Solidarit\u00e4t herein und vertraut lieber den Menschen, denen wirklich etwas an euch liegt. Aktivistis, eurer Community, euren Freunden. Unterst\u00fctzt euch gegenseitig und seid f\u00fcreinander da. Helft einander und gebt euch Halt. Wir sind alles was uns bleibt, wenn die Rechten wieder angreifen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Englische Version<\/h1>\n\n\n\n<p>Hey, everyone. First of all, it&#8217;s great to have you all here. This year, queer activism and visibility in general have been overshadowed. Every day we read about crises and wars, and somehow we hardly hear anything about queer people. <\/p>\n\n\n\n<p>Since Trump\u2019s re-election and with the ongoing shift to the right, we are being pushed further out of the public eye. Companies don&#8217;t even bother to wave a rainbow flag as a token gesture during Pride Month anymore, because they fear hostility from the right and want to stay in line with Trump. This shows us that this \u201csolidarity,\u201d this \u201cvisibility\u201d that they pretended to show us, was nothing but a lie. These companies were never on our side and will continue to not be, just as the political parties that always try to portray themselves as queer-friendly but, in the end, do nothing for us. <\/p>\n\n\n\n<p>Just think of the CDU, which wants to make a spectacle of itself every year at Christopher Street Day in Berlin and then goes back to pursuing anti-LGBTQ+ policies in the parliament, or statements by Merz such as that parliament is \u201cnot a circus tent\u201d\u2014in reference to the raising of the rainbow flag. Politicians and their parties, as well as corporations, aren\u2019t concerned about our visibility. It\u2019s about percentages and profits; as always, it\u2019s about power and money. We can observe this phenomenon in yet another form, especially this year. <\/p>\n\n\n\n<p>As mentioned earlier, daily reports of war have once again become a hot topic for us, and with them, debates about the Bundeswehr and mandatory military service. The Bundeswehr is making a pitiful attempt to win over and attract various segments of the population. Everywhere we look, we see their war propaganda\u2014buses and trams, as well as their stops, plastered with advertisements; before the next YouTube video; or even in our mailboxes. Recently, at Bundeswehr Day and Veterans\u2019 Day, they once again tried to win over young people and children, even going so far as to expel critics from the premises\u2014what happened to \u201cwe\u2019re also fighting so that you can be against us\u201d? They keep emphasizing how diverse and inclusive the Bundeswehr is. They also wanted to spread their propaganda at the queer job fair in Berlin. But it\u2019s obvious that the Bundeswehr isn\u2019t concerned with our lives\u2014otherwise, they wouldn\u2019t want to train us to bear arms. The Bundeswehr is desperately looking for cannon fodder, following our government\u2019s instructions to the letter. Germany\u2019s army isn\u2019t supposed to become more diverse; it\u2019s supposed to grow larger. Germany is supposed to become capable of waging war again, and if we\u2019re unlucky, we\u2019ll have to give our lives for it. <\/p>\n\n\n\n<p>All that effort, just so we can fight for a spot within imaginary lines that doesn\u2019t care about us. But hey, maybe soon there&#8217;ll be another country, that we can bomb into democracy\u2014it&#8217;s way cooler when the mission is carried out by a woman or queer people, right? And until then, we\u2019ll just remain accomplices to the genocide in Gaza. Well, they\u2019re all anti-queer there anyway, and if the queer people who, strangely enough, still live there are murdered by the Israeli army\u2014the IDF\u2014then, fortunately, we can still claim that the IDF is one of the most progressive and queer-friendly armies. Right? *irony off* It makes no difference how \u201cdiverse\u201d an army is, and the claim that people in Palestine or elsewhere in the world are more hostile toward queer people than in other parts of the world in no way justifies bombing them, their children, and the majority of the civilian and essential infrastructure there. Armies and corporations alike don\u2019t want to protect us; they don\u2019t want to make us visible just because it\u2019s the right thing to do. They\u2019re solely interested in profits. If your product or a job appeals to queer people, that\u2019s just good advertising. <\/p>\n\n\n\n<p>Don\u2019t let them fool you! Don\u2019t fall for their hypocritical solidarity\u2014instead, trust the people who truly care about you: activists, your community, your friends. Support one another and be there for each other. Help one another and support each other. We are all we have left when the right-wingers start attacking again.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche Version Hey, ihr Lieben. Erstmal sch\u00f6n, dass ihr alle hier seid. Dieses Jahr wurde der Aktivismus und die generelle Sichtbarkeit von Queers \u00fcberschattet. 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